Trennungsschmerz
Jesus, ich vermisse K.
Ich denke ständig an sie.
Mein Alltag ist nicht mehr der gleiche, seit ich weiß,
dass wir nun getrennte Wege gehen werden.
Es gibt keine "bessere Hälfte" mehr,
und so fühl ich mich auch.
Eine Hälfte ist von mir "abgetrennt" -
lebt nun wieder ein eigenes,
ein anderes Leben,
in Unabhängigkeit.
Es geht mir nicht schlecht.
Nein, ich will nicht jammern.
Dafür, dass wir uns in- und auswendig kannten,
uns vertraut waren wie die zweite Haut des anderen -
dafür geht es mir sogar erstaunlich gut.
Trotzdem weint mein Herz etwas nach,
was hätte sein können.
Wie wir Partnerschaft hätten leben können.
Ich fühl mich "betrogen" um etwas,
was ich eigentlich nie besessen hatte.
Und ich habe Angst davor,
wieder enttäuscht zu werden.
Loslassen ist eine der härtesten Übungen dieses Lebens.
Aber ich bin zuversichtlich, dass ich es schaffe.
Ich weiß, dass Du mir dabei hilfst,
selbst wenn ich zur Zeit von Dir davon laufe
und doch andererseits auf Dich zu
mich in Deinen liebenden Vaterarmen berge...
"Keiner ist wie Du ..."
Vater,
wenn es wahr ist,
dass Du in unserem Leben das Beste bereit hältst,
dann kommen auch für mich wieder andere Zeiten,
die mich lachen und atmen lassen,
die mich wieder zu einem GANZEN Menschen wachsen lassen.
Ich bin, die ich bin.
Zwar noch unvollkommen und nicht ohne Fehl -
Aber ein GANZES.
Ich will wieder lernen,
ein eigenständiger Mensch zu sein
und als solcher verantwortungsbewusst
durchs Leben gehen.
Ich will wieder lernen zu HÖREN,
was DU sagst,
was in meinem Herzen ist.
Jesus, hilf mir dabei. © 2003 Karin B.
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