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Die Bibel in meinem Leben VIII„Und dennoch gehöre ich zu dir! Du hast meine Hand ergriffen und hältst mich; du leitest mich nach deinem Plan und holst mich am Ende in deine Herrlichkeit.“ (Psalm 73, 23 + 24) Mit dieser Losung leitete die Leiterin einer Adventsfreizeit im Dezember 2003 die Morgenandacht ein. Ich war wenige Wochen zuvor soweit gewesen, vor mir selbst auszusprechen, dass ich lesbisch bin. Und damit standen viele Fragen für mich im Raum. Natürlich auch die, ob Homosexualität Sünde ist. Die Freizeitleiterin führte aus, dass sie an dem Wörtchen „dennoch“ hängen geblieben sei, als sie am Morgen die Losung gelesen habe. Was sie sonst noch sagte, weiß ich nicht mehr, denn mir liefen die Tränen und ich fühlte mich elend. Ich Sünderin! Ich Versagerin! Und dennoch liebt mich Gott. Für mich waren diese Gedanken in dem Moment sehr schwer zu ertragen. Seitdem sind rund drei Jahre vergangen. Dass Gott mich liebt – „dennoch“ – habe ich in dieser Zeit immer wieder erfahren. Dennoch, weil ich eben ein unvollkommener Mensch bin. Dass das wenig mit meiner sexuellen Orientierung zu tun hat und ich auch leider im Alltag oft nicht nach Gottes Willen handele, musste ich erst lernen. Und manchmal ist es noch immer schwer zu begreifen für mich: "dennoch" macht mich dieser wunderbare Umstand (es ist wunderbar, dies zu wissen und manchmal wundere ich mich auch über Gottes Güte) immer wieder dankbar. © 2007 Susanne
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