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Aktion Sauerteig - Offene UnterschriftenAktion Sauerteig - Einstiegsseite Folgende Unterschriften sind bereits eingegangen Michael Bülow Wohnort: Dortmund / Witten Kirche: Ev. Kirche von Westfalen Bemerkungen: Ich bin Ev. Pastor. Ich bete mit Homosexuellen und nicht nur für sie! "Denn hier ist kein Unterschied: wir sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den wir bei Gott haben sollten, und werden ohne Verdienst gerecht aus Seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Jesus Christus geschehen ist." (Röm 3,23) Wer noch immer meint, "Gott liebt den Sünder aber Er hasst die Sünde" sei auch und gerade für homosexuell lebende / liebende Menschen "passend", brandmarkt jemanden zunächst aufgrund einer sexuellen Präferenz als Sünder/-in, statt seine/ihre Gottesbeziehung wahrzunehmen und zu thematisieren, und versucht zudem, gerade jene Möglichkeiten, Leben und Lieben vor Gott, sich selbst und anderen Menschen verantwortlich zu gestalten, abzusprechen und zu leugnen! Ein solches Ansinnen ist verwerflich und zudem als "Schlagwort" höchst unbiblisch! Es gilt: Wer nachsprechen kann und bekennt, "Ich glaube, dass mich Gott geschaffen hat samt allen Kreaturen, mir Leib und Seele, Augen und Ohren und alle Glieder, Vernunft und alle Sinne gegeben hat und noch erhält..." (Martin Luther zum ersten Artikel des Glaubensbekenntnisses im kleinen Katechismus), der/die steht unter dem Segen Gottes und nicht mehr unter dem Diktat der Sünde - das Glaubensbekenntnis gilt für uns alle, und "wir sind gerettet, doch auf Hoffnung!" (Röm 8,24) Es ist an der Zeit, dass wir Heteros - und nicht zuletzt gerade wir Christen und christlichen Kirchen und Gemeinden, uns bei z.B. gleichgeschlechtlich lebenen und liebenden Menschen entschuldigen! Wir haben in dieser Frage nicht nur in der Vergangenheit Schuld auf uns geladen sondern sind aufgerufen, endlich davon abzusehen, den "Splitter im Auge des anderen" zu thematisieren, bevor wir den "Balken im eigenen Auge" wahrnehmen. (Matth 7,5) Wer unter sexueller Verirrung (entsprechende Fakten bedürfen einer systematischen Analyse und Diagnose; und nur hierum darf es unter therapeutischen Aspekten gehen!) leidet oder sich kriminell schuldig macht - und dies kann heterosexuell, bisexuell, transsexuell und homosexuell lebende Menschen gleichermaßen (!!!) betreffen, bedarf der sach- und fachkundigen Beratung, Begleitung und Behandlung. Hierzu auch seelsorgerliche Gemeinschaft anzubieten, ist eine der höchsten Verpflichtungen, zu der wir Christen aufgerufen sind. Jesus Christus lädt selbst in die Gemeinschaft zu sich ein, und deshalb kann und will er Menschen verändern, sie zurechtbringen und auf die Gemeinschaft mit Gott ausrichten. Wir alle leben in einer gefallenen Welt, deshalb muss und darf auch für uns alle gelten: "Die Liebe hört niemals auf... Denn unser Wissen ist Stückwerk, und unser prophetisches Reden ist Stückwerk. Wenn aber kommen wird das Vollkommene, so wird unser Stückwerk aufören... Wir sehen jetzt durch einen Spiegel ein dunkles Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, wie ich erkannt bin." (1Kor 13,8a; 9+10; 12) Wer aber z.B. im Zusammenhang mit Homosexualität von "Heilung" spricht, steht am Anfang der Linie, die von defizitärer Persönlichkeitsstörung über Krankheit, Besessenheit, satanischer Verführung bis zur Gottesverdammnis schon hier und vor allem am Ende der Zeiten reicht! Über Vorverurteilungen solcher Art lässt die Bibel keinen Zweifel! Jesus Christus spricht: "Wer einen jener, die an mich glauben, zum Abfall verführt, für den wäre es besser, dass ihm ein Mühlstein an den Hals gehängt und er ins Meer geworfen würde." (Mk 9,42) Gebe Gott, dass auch homosexuelle Christen sich unser annehmen und für uns Heteros beten, denn "des Gerechten Gebet vermag viel!" (Jak 5,16) Martin WolfWohnort: Offenbach Kirche: konfessionslos Thomas-Simon BerthWohnort: Buhla Kirche: Brüderbewegung Bemerkungen: Leider wurde ich nach meinem Coming Out vor über sechs Jahren ausgeschlossen. Dina BaumgartnerWohnort: CH-9100 Herisau AR Kirche: ex EMK Bemerkungen: Als ich mich als transsexuell outetete, wollten sie mich wieder "zurückholen". Da dies aber nicht gelang, kühlte sich die Beziehung stark ab. Dass ich immer noch Frauen mehr liebe als Männer, wissen sie wohl noch gar nicht. Werner LeuchtWohnort: Heilbronn Kirche: evangelische Kirche Udo SanduWohnort: Marburg Kirche: Freie evangelische Gemeinschaft Bemerkungen: Durch eine Seminararbeit am Theologischen Seminar Tabor beschäftigte ich mich mit dem Thema Homosexualität. Vor allem durch das Buch von Valeria Hinck bekam ich einen guten Einblick, was es für einen homosexuellen Christen in freien Gemeinden bedeutet, seinen Glauben und seine Sexualität zu leben. Ich denke die Gemeinden befinden sich mit ihrer engen Auffassung von Sexualethik auf einem falschen Weg. Ich wünsche Zwischenraum Gottes Segen für die Zukunft, ihr macht einen guten Job! Ihr helft damit nicht nur den Homosexuellen, sondern allen die vergessen haben wie groß Gottes Liebe ist. Ich habe jedenfalls sehr profitiert! Anne BernardelliWohnort: Berlin
Kirche: allgemein christlich; ich nähere mich an Glaube und Frömmigkeit erst an, da ich nicht christlich erzogen bin. Bemerkungen: Welches Ziel hat die Unterschriftenliste? Wird sie veröffentlicht oder an Dritte gegeben? Viele Grüße und Toi toi toi für 'Zwischenraum'. (Bemerkung: Für die Ziele von Aktion Sauerteig siehe diese Seite.) Franz NiglWohnort: Innsbruck Kirche: Evangelisch-Freikirchlich (noch) Bemerkungen: Ich abe mir nie gewünscht homosexuell zu sein, ich habe mich 35 Jahre dafür geschämt, habe um Heilung, um Reinigung gebetet. Ich habe mir versucht einzureden, nicht wirklich schwul zu sein. Claudia JungWohnort: Landau/Pfalz Kirche: Evangelische Landeskirche Bemerkungen: Ich habe homosexuelle Christen kennengelernt und erlebt, dass
sie sowohl in ihrem Glauben als auch als Paar (!) von Gott gesegnet sind!
Wie kann man sich anmaßen, diesen von Gott geliebten Menschen seinen Segen
abzusprechen?!? Christine LehnenWohnort: Recklinghausen Kirche: evangelische Kirche Bemerkungen: Auch wenn ich mich der Kirche, insbesondere wegen ihrer Minderheitenpolitik, nicht mehr sehr verbunden fühle, möchte ich etwas gegen sogenannte "ex-gay" Therapien unternehmen, bevor in Europa ebenfalls ein Krieg um die homosexuelle Jugend ausbricht, wie es in Amerika schon jetzt der Fall ist. Es ist schlimm genug, dass Erwachsene diesen Manipulationsversuchen ausgesetzt sind. Larry CooperKay NellißenWohnort: Berlin/Nieden Bemerkungen: Ich bin in "schlechter" evangelischer Tradition aufgewachsen
und schließlich aus der Kirche ausgetreten. René TuchtenhagenWohnort: Frankfurt Kirche: Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten Bemerkungen: "Die Erkenntnis wahrer Liebe", so sagte ein jüdischer Lehrer seinem Schüler, "verdanke ich einem Gespräch zweier Dorfleute, denen ich zuhörte. Von den beiden sagte einer: "Sag mir, Freund Ivan, liebst du mich?" Der antwortete: "Natürlich liebe ich dich!" Da sagte der erste: "Weißt Du, Freund, was mir weh tut?" Der antwortete: "Wie kann ich denn wissen, was dir weh tut?" Da sagte der erste: "Wenn du nicht weißt, was mir weh tut, wie darfst du sagen, das du mich lieb hast?" - "Verstehst du," so schloß der jüdische Lehrer, " Liebe, wirkliche Liebe, heißt wissen, was dem anderen weh tut." Simone LeisingWohnort: 44649 Herne Kirche: evangelisch Uwe LeisingWohnort: Herne Kirche: Ev. Landeskirche Bemerkungen: Ich bin Pfarrer in einer fromm geprägten Ev. Kirchengemeinde, die noch um ihre Position zum Thema Homosexualität ringt. Durch die Begegnung mit homosexuellen Menschen, die Lektüre des Buchs von Valeria Hinck und einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Zwischenraum bin ich zu einer neuen Sicht gelangt. Jutta KnieperWohnort: Kirchgasse 2 Kirche: Ref. kirche Baselland Bemerkungen: Meine Frau ist Pfarrerin in Langenbruck. Wir haben uns hier vor gut einem Jahr als "Pfarrerehepaar" beworben und eine positive Resonanz gefunden. Durch unsere offene Bewerbung haben sich viele LangenbruckerInnen mit dem Thema Homosexualität auseinandergesetzt und eine positive Einstellung finden können. Insgesamt kann ich sagen, dass ich nicht das Gefühl habe diskriminiert zu werden. Wir leben hier friedlich und auch unseren 5 Kindern geht es äshnlich. Sybille KnieperWohnort: 4438 Langenbruck Kirche: ref. Kirche Bemerkungen: Ich bin lesbische Pfarrerin und lebe mit meiner Frau und unseren
5 Kindern im Pfarrhaus Langenbruck. Es klappt prima und wir sind angesehen
und integriert in unserer kleinen oberbaselbieter Kirchgemeinde.
Eure Aktion ist sinnvoll und nötig! Super! Teresa HackelWohnort: Worblaufen Kirche: lutheranisch Klaus MüllerWohnort: Dortmund Kirche: Ev. Landeskirche Westfalens Alexander HornWohnort: Bayreuth Kirche: Christ Ich bin vor 3 Jahren aus der römisch-katholischen Kirche ausgetreten, da ich mich so wie ich bin, mit meinem Glauben und meiner Homosexualität nicht angenommen fühle. In mir lebt der christliche Glaube und meine Beziehung zu einem liebevollen Gott. Noch bin ich auf der Suche nach einer christlichen Gemeinschaft, die mich so animmmt in meinem Menschsein wie ich bin. Thomas FingerlinWohnort: Lausen (Schweiz) Kirche: Freie Missionsgemeine Baselland (z.Z. in keiner Gemeinde) Liebe Mitchristen/innen Wolfgang Nobs-SchneebergWohnort: 76646 Bruchsal Kirche: rk Nicole SchenderleinWohnort: Dornum Kirche: evangelisch Jörg SchmidlinWohnort: CH-9437 Marbach SG Kirche: evang.-ref. Ich glaube, dass Gott die Liebe ist und dass er keine Ausgrenzung will. Ich glaube, dass ihm jeder Mensch willkommen ist, der von Herzen Gutes tut. Dabei sind die Herkunft, Hautfarbe, Religionszugehörigkeit oder auch die Sexualität unwichtig. Ausserdem haben Wissenschaftler längst nachgewiesen, dass Homosexualität eine Orientierung ist, auf die man keinen Einfluss hat. Sie ist genetisch bedingt und keine Lebensform, für die man sich bewusst entscheiden kann. Wenn das mal alle verstehen würden, dann wäre die Aktion Sauerteig unnötig. Heute aber wünsche ich ihr viel Beachtung und Erfolg! Imke StangeWohnort: Lippstadt Kirche: evangelisch Laura SchusterWohnort: Mannheim Kirche: - Axel BlumenthalWohnort: D-30177 Hannover Kirche: Buddhist Ich weiß ja nicht, ob meine Unterstützung als schwuler Buddhist aus Deutschland Euch in irgendeiner Form weiterhilft, aber zumindest könnt ihr es ja als Zeichen dafür nehmen, wie weit Euer Ruf schallt... Lieben Gruß und viel Erfolg für Eure Arbeit Udo WolfWohnort: Köln Kirche: Ev. Kirche im Rheinland Diese Aktion ist längst überfällig. Sehr schön. Silke GruberWohnort: Kirchheim/ Teck, Lindorf Kirche: Matthäuskirche Lindorf ( evang.) Super Idee :-) Ich möchte irgendwie mitmachen, wei? aber noch nicht wie. Moni ( Eine Freundin aus dem Ja Team) meinte leider wir würden mit einem solchen Gottesdienst keinerlei Interesse in der Gemeinde finden. Hmmm- ich wei? nicht. Vielleicht hat sie Angst vor Ablehnung, da sie persönlich das Thema auch kennt. (Ihr Bruder ist schwul). Das akzeptiere ich natürlich. ?ber das JA Team geht es also erstmal nicht. Allerdings könnte ich ja selbst etwas auf die Beine stellen, unter meinem Namen. Ich denke, das würde Peter, unser Pfarrer bestimmt guthei?en. Nur das muss dann sehr gut und interessant vorbereitet sein- und vielleicht auch in Form eines Vortrags oder Diskussionsabendes, nicht in Form eines Gottesdienstes. Ich werde mir darüber Gedanken machen, wie das klappen könnte. Erwin SchirgeWohnort: Lusmühlenstr. 126 Kirche: evangelisch/Welt offen!!! Meinem Freund und ich sind schon seit 1987 ein Paar.Seit September 2001 leben wir in einer "Eingetragenen Lebenspartnerschaft" die sogenannte (Homoehe). Ihre Initiative kommt zwar sehr spät, aber schön dass sich auch in der Kirche so langsam etwas bewegt!!! Alexander HeinzWohnort: London Kirche: Evangelische Landeskirche Baden Ich bin sehr froh, dass Sie daran mitarbeiten, dass in der Zukunft Christsein für mehr Schwule und Lesben wieder etwas Positives und Heimat bedeuten kann. Die Kirche muss sich selber deutlich machen, dass sie kein Recht dazu hat, Menschen von einem Weg mit und zu Gott abzuhalten. Das Gegenteil ist unsere christliche Aufgabe. Herzlichen Dank. Sibylle HuberWohnort: ?stringen Kirche: evangelisch Es ist Zeit was zu ändern. Eberhard MüllerWohnort: Chemnitz Kirche: Neuapostolische Kirche Dieter WolframWohnort: München Kirche: katholisch geprägt J. G. Andy RohelWohnort: Worms Kirche: römisch katholisch Elisabeth DietlWohnort: 84030 Ergolding Kirche: römisch-katholisch (bisher - derzeit konfessionslos) find ich gut was sie da vorhaben;
Martin HärtingWohnort: München Kirche: römisch-katholisch Ich wünsche euch viel Erfolg bei eurer Aktion. Die (römisch-katholische) Kirche wird zwar langfristig um eine Rücknahme ihrer ablehnende Haltung nicht herumkommen. Aber bis es soweit ist, kann sie noch viel Schaden anrichten. Da die (rk) Kirche insgesamt durch ihre Struktur nicht reformfähig ist, sind öffentliche Zeichen wie diese Aktion momentan wohl das Einzige, was sich tun lässt. Ulrike SchultzWohnort: Landau i.d. Pfalz Kirche: Evangelische Kirche Wir sind alle von Gott gewollt. Er hat uns geschaffen mit unterschiedlichen Begabungen und mit all unseren Gefühlen. Er nimmt uns an, er geht mit uns und liebt uns alle(!) uneingeschränkt. Warum sollten homosexuelle Menschen von dieser Gottesbeziehung ausgeschlossen sein? Ich bin überzeugt davon, dass auch die Homosexualität von Gott gegeben ist. So zählt für mich in erster Linie der Mensch. Ich respektiere seine Gefühle und frage nicht nach seiner sexuellen Orientierung. Jeannine HarlacherWohnort: Romanshorn Kirche: war im ICF Zürich, jetzt nirgends Jacob PrabutzkiWohnort: Niederkrüchten Kirche: kirchlich ungebungen Gode und Lissy PoetterWohnort: Recklinghausen Kirche: alt-katholisch Wir wünschen allen gleichgeschlechtlich liebenden Menschen, dass sie sich von Gottes Liebe umfangen fühlen und so die Kraft gewinnen, der leider noch immer vorhandenen gesellschaftlichen und vornehmlich kirchlichen Ächtung mutig entgegen zu treten. Die alt-katholische Kirche beteiligt sich nicht an dieser Ächtung, sie sagt JA zur allumfassenden Liebe Gottes zu allen Menschen und bietet eine Begleitung an für gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften, die auf der Liebe Gottes begründet werden. Christel ZwahlenWohnort: Hamburg Kirche: Heilsarmee Liebe Mitchristen, Eure Sehnsucht nach Gott und christlicher Gemeinschaft hat mich tief berührt. Entfernung von Gott bringt Verstockung der Herzen und die sehe ich bei Euch nicht. Bleibt bitte in den Gemeinden, isoliert Euch nicht, sorgt mit Eurer Liebe für mehr Aufklärung und Toleranz- wer �sollte es besser können? �Ich bin mit Euch! Stephanie und Jürgen WeberWohnort: Bad Windsheim Kirche: ev. Landeskirche / ELOPS Felix BreidensteinWohnort: Frankfurt Kirche: Lutherische Kirche Horst SchramlWohnort: Bad Windsheim Kirche: evang. Kirche Julia HellWohnort: Zwickau Kirche: evangelisch Ich gehöre eigentlich keiner Glaubensgemeinschaft im direkten Sinne an, ich glaube einfach an Gott und meine Ansichten stimmen eher mit den evangelischen überein. Für mich spielt es keine Rolle, ob Frau oder Mann- ich finde Frauen sinnlicher. Johannes Christoph HeilWohnort: Bregenz Kirche: katholisch Anna ErbacherWohnort: Otterndorf Kirche: evangelisch lutherisch Das Märchen von den Tassen und den BechernJa, lieber Mensch, wer bist du denn, daß du mit Gott rechten willst? Spricht auch ein Werk zu seinem Meister: Warum machst du mich so? (Römer 9;20) Es war einmal ein Töpfer. Der saß jeden Tag in seiner Werkstatt und machte Tassen. Wunderschöne Tassen. Tassen für alle Gelegenheiten. Große Tassen, kleine Tassen, bunte Tassen, braune Tassen... Tassen für Tee, Tassen für Kaffee, Tassen für Kakao, Tassen für Kinder und sogar Puppentassen. Aber eines Tages kam der Töpfer auf die Idee, nicht nur Tassen zu machen, sondern auch Becher. Denn für manche Dinge konnte man Becher eben besser brauchen als Tassen. Darüber wurden die Tassen sehr ärgerlich und besorgt und fingen an, ihre Henkel zu rümpfen. "Was ist denn das?" rief eine von ihnen, "Becher – pfui, wie scheußlich!" "Ja!" stimmte eine andere zu, "Wer ordentlich sein will, muß eine Tasse sein! Becher – so etwas hat es ja noch nie gegeben!" "Und überhaupt!" meinte eine dritte, "Warum gibt es überhaupt Becher? Was können die denn schon, was wir nicht besser können? Wir sind schließlich Tassen, so wie es sich gehört – und das ist viel besser!" Das Geschrei im Regal wurde immer lauter und böser. Die Becher drängten sich dicht in ihre Ecke und bekamen Angst. "Diese gräßlichen Becher sind bestimmt keine Absicht gewesen!" zischte jetzt eine vornehme Teetasse, "Unser Töpfer hat schließlich immer Tassen gemacht, gute Tassen, schöne Tassen, da will er doch bestimmt nicht plötzlich auch noch häßliche Becher haben!" "Man müßte versuchen, aus ihnen Tassen zu machen!" schlug eine dicke braune Tasse vor, "Wir müssen ihnen sagen, daß sie dem Töpfer sicher besser gefallen, wenn sie Tassen wie wir sind!" Eine große Kaffeetasse ging schließlich hinüber zu den Bechern. "He, ihr da!" rief sie, "Ich muß euch was sagen: also, unser Töpfer, der hat sich bei euch geirrt: er wollte nur Tassen haben! Wenn ihr euch nicht bemüht, Tassen zu werden, so wie wir, dann wirft er euch bestimmt irgendwann auf den Müll!" Einige Becher bekamen jetzt noch mehr Angst. Sie dehnten sich und bückten sich und versuchten mit aller Kraft, zu Tassen zu werden. Doch plötzlich – da machte es "Klirr!"... Und der erste Becher lag in Scherben auf dem Regal. Die Kaffeetasse drehte sich henkelrümpfend um. "Dann eben nicht!" sagte sie hochnäsig, "Wenn ihr keine Tassen werden wollt, dann werdet ihr schon sehen, was ihr davon habt!" In diesem Moment kam der Töpfer zurück in die Werkstatt. Er sah das Regal mit dem zerbrochenen Becher und hob die Scherben vorsichtig auf. "Wie schade!" rief er traurig, "Das war einer meiner schönsten Becher! Wer hat den denn zerbrochen!" Er brachte die Scherben in seine Wohnstube und ging dann zurück in die Werkstatt. Dort nahm er ein großes Brett und stellte einen Becher nach dem anderen vorsichtig darauf. Dann trug er das Brett durch eine Tür. "Seht ihr!" rief die Kaffeetasse, "Jetzt hat er es endlich gemerkt! Jetzt schmeißt er das ganze eklige Zeug da auf den Müll!" Aber kurze Zeit kam der Töpfer zurück und stellte jetzt die Tassen auf das Brett, eine nach der anderen. Dann hob er das Brett hoch und trug es ebenfalls durch die Tür... ... in den Laden. Die Tassen trauten ihren Augen nicht: dort standen in einem der Regale die ganzen Becher, heil und frisch. Der Töpfer nahm eine Tasse nach der anderen und stellte sie in ein zweites Regal. Dann brachte er das Brett wieder weg. Kurz darauf kam ein junger Mann in den Laden. Er sah sich kurz um und ging auf den Töpfer zu. "Ich suche etwas, aus dem ich im Büro meinen Tee trinken kann!" sagte er. "Dann sehen Sie sich doch mal meine neuen Becher an!" erwiderte der Töpfer, "Ich finde sie ganz besonders hübsch, weil sie mir so bunt gelungen sind. Und für den Tee im Büro ist ein kräftiger Becher besser, als eine empfindliche Tasse!" Der Mann ging zum Regal und sah sich einen Becher nach dem anderen an. "Dieser hier ist besonders schön!" meinte er dann, "Den nehme ich!" Der Töpfer wickelte den Becher vorsichtig in Papier und gab ihn dem jungen Mann. Der Kunde bezahlte ihn und bezahlte dafür gerade genauso viel wie für eine Tasse. Bevor die Tassen noch dazu kamen, wieder ihre Henkel zu rümpfen, betrat ein Herr das Geschäft. "Ich möchte zwei Tassen kaufen!" erklärte er, "Meine Frau und ich möchten Sonntags ihren Kaffee daraus trinken!" Er besah sich die Tassen und suchte sich zwei davon aus. Der Töpfer hatte sie gerade eingepackt, als der Herr die Becher im anderen Regal entdeckte. "Davon brauche ich auch noch einen!" rief er erfreut, "Unser kleiner Sohn kann so feine Tassen noch nicht richtig halten, einen Becher mit einem ordentlichen Henkel kann er sicher besser anpacken!" Und er kaufte auch noch einen Becher. Der Töpfer setzte sich hin und seufzte zufrieden. "Wie gut, daß ich Tassen und Becher in meinem Laden habe!" sagte er zu sich, "Denn ich brauche immer von beidem etwas!" Da schwiegen die Tassen plötzlich, denn sie sahen ein, wie dumm sie gewesen waren. Der Töpfer brauchte Tassen und Becher, deshalb machte er auch welche! Warum waren sie nur so hochnäsig gewesen und hatten sich für etwas besseres gehalten! Und sie nahmen sich vor, sich bei der nächsten Gelegenheit bei den Bechern zu entschuldigen. Der Töpfer aber ging in seine Wohnstube und nahm die Scherben von dem zerbrochenen Becher in die Hand. Er klebte sie vorsichtig wieder zusammen und stellte den Becher auf seinen Schreibtisch. "Trinken kann man jetzt nicht mehr aus dir!" sagte er leise, "Aber in Zukunft sollst du als besonderer Schmuck auf meinem Tisch stehen und mir meine Stifte halten!" Und so geschah es dann auch. Vertrauliche Unterstützung - Bereits eingegangene Unterschriften Aktion Sauerteig - Einstiegsseite © 2006 Zwischenraum
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