Trilogie zum Thema Veränderung

Siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf. Erkennt ihr´s denn nicht?

Dieser Vers aus Jesaja 43,19 blickte mir vor zwei Jahren an der Wand meines Pensionszimmers in den Alpen entgegen. Ich steckte mitten in einer schweren Lebens- und Identitätskrise und war deshalb in die Berge geflüchtet. Ich war verzweifelt, weil mir mit einem Schlag bewusst wurde, dass ich viel zu lange verdrängt hatte, was ich nicht wahrhaben wollte: dass ich homosexuell bin. Es fühlte sich an, wie bei den ersten zwei Bildern: die dunkle Farbe für das bisherige Leben und weiße Farbe für die Homosexualität. Beides steht separat nebeneinander. Die weiße Farbe wird von der dunklen nicht aufgenommen sondern beiseitegeschoben und verbannt. Mein Glaube hat mir in dieser Zeit der Krise viel Kraft gegeben und ich durfte erleben, wie Gott mich verändert hat: Ich habe gelernt, mich selbst zu akzeptieren und dass Gott mich so haben wollte wie ich bin und er mich vielleicht gerade dadurch gebrauchen möchte. An der Krise durfte ich wachsen und erleben, wie Gott meine Persönlichkeit stärkt, verändert und zu einem Ganzen zusammenfügt. Wie auf dem dritten Bild, auf dem sichtbar wird, dass beide Farben doch zusammenpassen und eine gute und vollkommene Einheit bilden können. Ich bin Gott dankbar, dass er Neues in mir geschaffen hat und ich jeden Tag aufs Neue erfahren darf, wie gut er es mit mir und jedem einzelnen Menschen meint. Außerdem bin ich dankbar, dass ich in dieser Zeit den Zwischenraum kennengelernt habe, den ich seitdem regelmäßig besuche und gute Gemeinschaft habe mit Menschen, mit denen ich den Glauben und die Homosexualität gemeinsam habe.

Christoph