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Infos und NeuigkeitenÜberregionales Treffen in Untermarchtal: Spirituelle GenesungVom 28.02. bis 02.03. fand im Bildungshaus der Vinzentinerinnen in Untermarchtal bei Ulm unser erstes Wochenendseminar statt. Als Referent hatten wir Eckhard Karrasch eingeladen. Er ist Theologe mit baptistischem Hintergrund und hat neben seiner Gemeindeinitiative für die Metropolitan Community Church eine freie therapeutische Praxis in Offenbach , wobei er sich auf Menschen spezialisiert hat, die aufgrund traumatischer Erlebnisse in engen konservativen Gemeinden tiefe spirituelle Wunden haben. Dies spiegelte sich auch in unserem Thema wieder: Spirituelle Genesung. Gemeinsam suchten die Teilnehmenden aus Deutschland und der Schweiz nach dem Zugang zu einem heilmachenden Gottesbild. Besonders die Gebetszeiten füreinander waren eine wichtige geistliche Erfahrung. Bekanntmach-AktionNachdem wir neben dem Internet kaum Möglichkeit haben, homosexuelle Christinnen und Christen, die mehr im konservativ-evangelikal-charismatisch-freikirchlichen Bereich anzutreffen sind, zu erreichen, war es uns ein Anliegen, uns bei Gemeinden und Organisationen in diesem Umfeld bekannt zu machen. Deshalb haben wir an die 80 Flyer mit einem Begleitbrief in Deutschland, Österreich und der Schweiz versandt. Sehr gefreut haben wir uns über Interesse an uns z.B. vom Generalsekretär der Schweizerischen Bischofskonferenz. Allerdings haben wir gerade von evangelikaler Seite her wenig Bereitschaft erlebt, sich uns zu öffnen und unsere Erfahrungen ernst zu nehmen. Falls Sie gerne mehr über uns erfahren oder uns in Ihre Gemeinde einladen wollen, dann setzen Sie sich bitte mit Valeria in Verbindung.BuchprojekteValeria Hinck : Streitfall Liebe — biblische Plädoyers wider die Ausgrenzung homosexueller MenschenDas Buch erscheint im September 2003 im Claudius Verlag, und ist Valerias Versuch, das erste evangelikale Buch zu schreiben, das Homosexualität nicht zwangsweise in den Bereich von Sünde, Greuel und Ausbruch aus Gottes Ordnung verweist. Obwohl - oder gerade weil! - es im wesentlichen eine Bibelauslegung ist. Es beschäftigt sich (natürlich auch) mit den "berüchtigten" Stellen wie Leviticus und Römer - aber nicht nur, sondern möchte anhand biblischer Texte auch die ach so typischen Fragen aus dem Umfeld beleuchten: "Schöpfungsordnung", Pflicht zum Ledigbleiben (?!), Verhältnis Liebe, Gesetz und Sünde, Bibeltreue als Treue zum Wort (nicht zum Buchstaben), Gottes Liebe zu denen "außer der Reihe", ist Homosexualität Fluch, ist sie Gabe, etc., etc. Gedacht ist es für "Fromme" (im positiven Sinn), die als Betroffene mit sich selbst vielleicht noch nicht "im Frieden" und mit der Frage "homosexuell und Christ ?" noch nicht fertig sind, bzw. die (ob homosexuell oder heterosexuell) nicht mit den bekannten fertigen Antworten zufrieden sind. Und die sich mit Valeria auf eine Reise durch Gottes Wort machen und Staunen und manche Überraschung über sein Wesen teilen wollen... G.Baum / JC. Heil et al.: Bunte Gnade: Fromm, schwul und trotzdem glücklichFür das Frühjahr 2004 ist die Veröffentlichung dieses Buches, ebenfalls im Claudius Verlag, geplant. Das Buch soll zur Auseinandersetzung bis hin zur Akzeptanz der eigenen Homosexualität beitragen. Es soll schwerpunktmäßig nicht Wissensvermittlung sein, sondern Lebenshilfe. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Synthese zwischen Sexualität und gelebtem Glauben und in der Bedeutung von Spiritualität auf dem Weg des Coming out. Geschrieben wird dieses Buch für den "normalen Menschen" in der Kirchenbank, für alle, die sich mit Glaube und männlicher Homosexualität auseinandersetzen wollen. Ökumenischer Kirchentag Berlin - "Ihr sollt ein Segen sein"vom 28. Mai bis 1. Juni 2003 haben wir einen Stand im Agora — Bereich 1 "Glaube bezeugen — im Dialog leben" . Wir sind bewusst in diesen Bereich gegangen und nicht zu all den anderen schwullesbischen Gruppen im Bereich "Alternative Lebensformen", da es uns wichtig ist, unter anderen christlichen Gruppen präsent zu sein, die nichts mit dem Thema Homosexualität zu tun haben. Dennoch wollen wir auch bewusst den Kontakt zu anderen schwullesbischen Gruppen suchen. Zum Konzept unseres Standes hat sich Karin einige Gedanken gemacht: Einladen wollen wir... einladen zum Austausch, zum Gespräch, zum einfach nur DA SEIN. Ich bin da... Gott ist da. Für uns da. Wir wollen füreinander DA SEIN. Wir werden unseren Stand "begrünen"- soweit es die Kirchentagsvorschriften für Standgestaltungen zulassen. Lasst Euch/ Lassen Sie sich einladen und überraschen! Eine Einladung lebt vom Dialog, vom Miteinander. Deshalb wollen wir unsere Standwände "lebendig" gestalten mit dem biblischen Kirchentagsmotto: "Ich will dich segnen, und du sollst ein Segen sein." Eine schöne Definition von Segen lautet: "Segen ist das, was Gott aus einem Menschenleben machen kann." An dieser Wand sollen verschiedene "Lebensläufe" (am besten mit Polaroidfoto) von unterschiedlichsten Menschenleben berichten. Die Wand soll dazu einladen, dass Menschen, die am Stand vorbei kommen, von ihrem Leben berichten und sich evtl. fotografieren lassen, unsere Wand mit ihrem Beitrag bereichern. Die andere Seite "und du sollst ein Segen sein...": Hier laden wir andere dazu ein, dass sie aufschreiben, was sie anderen Menschen wünschen, mit auf den Weg geben wollen. "Was mir am Herzen liegt..."- einfach, was ihnen wichtig ist, anderen mitzuteilen... um ein Segen zu sein für andere, um andere zu segnen. Das ist unsere Grundeinstellung zum Kirchentag: Begegnung mit anderen, die auf der Suche sind, die Fragen haben, die mit dem Suchen (nicht) abgeschlossen haben, die uns hinterfragen wollen, die persönliche Begegnung und Erfahrungsaustausch rund um unser Glaubensleben und unsere "andere" Lebensweise nicht scheuen... Wir freuen uns auf Sie/auf dich! © 2003 Zwischenraum (Dies ist die Druckversion von: http://www.zwischenraum.net/2003-01-11.htm) |