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Termine und Berichte

+++Überregionales Treffen von Zwischenraum in 2004+++

"Und dennoch...
...sagst DU JA zu MIR
...habe ich die FÜLLE in DIR"

Vom 30.07. bis 01.08. findet im Wilhelm Kempf Haus in Wiesbaden unser überregionales Treffen statt. Viele von uns homobitranssexuellen Christinnen und Christen haben vielleicht mit der ersten Aussage des "Gott-sagt-Ja-zu-mir" keine Mühe mehr. Doch bei der zweiten Aussage kommen wir ins Stocken: Steht mir wirklich der Segen, der Reichtum und die Autorität, die uns Gott in Christus verheissen hat, zur Verfügung? Kann es sein, dass es über das grosse JA zu uns hinaus noch andere Dimensionen gibt, die auf uns warten? Voller Erwartung fiebern wir unserem Treffen in Wiesbaden entgegen. Bis Ende Mai haben sich über 50 TeilnehmerInnen angemeldet, aus allen Himmelsrichtungen und Konfessionshintergründen. Wir freuen uns auf die Gemeinschaft und beten, dass wir die Fülle der Liebe Gottes und die Kraft seines Heiligen Geistes für unser Leben neu oder wieder neu erfahren dürfen. Besonders bewegt uns, dass Kveta und Peter von einer schwullesbischen Gruppe in Bratislava/Slowakei unsere Gäste sein dürfen. Es ist uns ein Anliegen, den Aufbau und die geistliche Ausrichtung dieser Gruppe zu unterstützen.

+++NETWORKING with COURAGE UK+++

Courage ist eine der ältesten Gruppen der Exgay Bewegung in England. Sie hatten sich über einen Zeitraum von mehr als 10 Jahren auf die Fahne geschrieben, homosexuellen Menschen helfen zu wollen, durch den christlichen Glaubens eine Veränderung ihrer sexuellen Orientierung zu erreichen. Vor knapp zwei Jahren gab es aber einen Wandel: Jeremy Marks, der Leiter und Begründer von Courage, hatte Resümee gezogen über die Jahre seiner seelsorgerlichen Tätigkeit und musste sich eingestehen, dass seine Klienten nicht nur das versprochene Ziel einer Heilung ihrer Homosexualität nicht erfahren, sondern über diesen vergeblichen Kämpfen häufig auch noch seelischen Schaden genommen hatten. Er wagte es zu denken, dass sich gelebte Homosexualität und Christsein womöglich doch nicht ausschließen mussten. Und er war konsequent. Er stand zu sich und seinen neuen Gedanken. Die Folge war, dass Courage von der Evangelischen Allianz in England ausgeschlossen wurde. Courage geht einen ähnlichen Weg wie Zwischenraum: auch wir wollen homosexuellen ChristInnen helfen, in ihrer Nachfolge Jesu zu wachsen und gleichzeitig anderen Homosexuellen den Weg zu Jesus als die Erfüllung zeigen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, uns in diesen Bemühungen gemeinsam zu unterstützen. Deshalb werden Jeremy und seine Frau im Oktober aus London nach Basel einfliegen, um einige Zwischenräumler zu treffen, damit wir gemeinsam auf Gott hören und unsere Erfahrungen miteinander teilen können. Vielleicht gibt es ja bald eine Begegnungsfreizeit zwischen Courage und Zwischenraum...

+++Boh ta zehnaj+++

Seit kurzem haben wir Kontakt zu einer Gruppe in der Slowakei: Jeden Dienstag abend treffen sich 5 bis 10 Personen in einem kleinen Gay-Cafe in Bratislava. Sie lesen zuerst in der Bibel, dann beten sie und sprechen über das gelesene Wort Gottes. Danach tauschen sie sich über ihre Erfahrungen und ihr Leben aus. Sie haben (noch) keinen offiziellen Namen. Sie vereint ihre gemeinsame Sehnsucht, nach Wahrheit in ihrem Leben und in Gott zu suchen. Uns liegt diese Gruppe sehr am Herzen und wir freuen uns sehr, dass wir dieses Jahr Kveta und Peter zu unserem überregionalen Treffen einladen konnten. Und übrigens: Boh ta zehnaj heisst auf slowakisch "Gott segne Dich".

+++Begegnung mit dem Arbeitskreis bekennender Christen+++

Am 14.11.04 findet im Gemeindezentrum der Gustav-Adolf-Kirche in Nürnberg im Rahmen des monatlichen Treffens von HUK und Zwischenraum eine Begegnung mit Herrn Pflaumer vom ABC (Arbeitskreis bekennender Christen) statt. Er wird als Gast und Gesprächspartner zum Thema: "Homo- und heterosexuelle Christen" : was verbindet uns, was trennt uns?? kommen. Beginn ist um 15 Uhr mit Kaffeetrinken und Kurzandacht, um dann um 16 Uhr ins Gespräch einsteigen zu können. Nähere Informationen für den Ansprechpartner für Zwischenraum für die Region Nürnberg: Gerhard Mundt + Zimmererstr.44 + 92318 Neumarkt + 09128-909504

+++Zwischenraum beim Schweizer Christustag in Basel+++

Nein, wir waren nicht als Gruppe eingeladen und hatten auch keinen Workshop zum Thema "Geheiligte Sexualität" dort abgehalten. Die beiden Esthers und Jeanine von der Regionalgruppe Bern nutzten die Gelegenheit für "Zwischenraum".Sie berichten: "Er war voll krass eindrücklich, dieser Christustag: St. Jakobpark gefüllt mit 31'000, die St. Jakobhalle gefüllt mit 9'000 Leuten und einige Tausend mussten sie wieder nach Hause schicken. Wir waren schlussendlich zu dritt, mischten uns unter die Menschen und verteilten Postkarten von Zwischenraum, Bibelverse und Schoggiherzchen. Die brachten die Menschen zum schmelzen. Das werde ich in Zukunft immer im Auge behalten, dass wenn wir etwas verteilen, was Kleines dazu reichen, die Menschen strahlen einem so schön an. Wir hatten viel zu wenig Material, aber ich hoffe, dass wir doch auch den Richtigen was in die Hände gedrückt haben." ...und siehe da, es bewegt sich was in der Schweiz: seit dem Christustag haben drei Personen mit uns Kontakt gesucht.

+++Zwischenraum bei Explo 04 unerwünscht+++

Vom 28.12.04 - 1.1.05 findet in Basel die "Explo 04 - Konferenz für ansteckendes Christsein im Alltag" statt. Im Rahmen dessen gibt es das Explo-Village, in dem sich Gruppen und Initiativen darstellen können, die für ein ansteckendes Christsein im Alltag eintreten. Da wollten wir als Zwischenraum auch gerne dabei sein. Jedoch wurde unsere Teilnahme mit einem Hinweis auf die Stellungnahme der Evangelischen Allianz zur Homosexualität abgelehnt. Diese Stellungnahme ist in ihrem Inhalt sehr zweifelhaft und unausgeglichen. Sie bemüht sich in keiner Weise um eine ausgeglichene Darstellung von Homosexualität , sondern geht in gewohnter Manier davon aus, dass s für einen Christen nur die einzige "Alternative" der Heilung von Homosexualität gibt. Schade, hier nimmt sich wieder einmal unsere geistliche Heimatfront die Möglichkeit in einen Dialog zu treten, zu kommen und zu sehen, ob homosexuelle Menschen nicht doch anders sind...what would Jesus do?

© 2004 Zwischenraum

(Dies ist die Druckversion von: http://www.zwischenraum.net/2004-06-10.htm)