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Die Bibel in meinem Leben VII

<p class="bibel">&bdquo;Denkt daran: F&uuml;r Menschen, die Unrecht tun, ist kein Platz in Gottes neuer Welt! T&auml;uscht euch nicht: Menschen, die Unzucht treiben oder G&ouml;tzen anbeten, die die Ehe brechen oder als M&auml;nner mit Knaben oder ihresgleichen verkehren, Diebe, Wucherer, Trinker, Verleumder und R&auml;uber werden nicht in Gottes neue Welt kommen. Manche von euch geh&ouml;rten fr&uuml;her dazu. Aber ihr seid reingewaschen und Gott hat euch zu seinem heiligen Volk gemacht, zu Menschen, die vor seinem Urteil als gerecht bestehen k&ouml;nnen. Das ist geschehen, als ihr Jesus Christus, dem Herrn, &uuml;bereignet worden seid und den Geist unseres Gottes empfangen habt.&ldquo; (1Korinther 6,9-11) </p> <p>&bdquo;Manche von euch geh&ouml;rten fr&uuml;her dazu.&ldquo; &ndash; oder wie es bei Luther hei&szlig;t: &bdquo;Solche sind etliche von euch gewesen!&ldquo; Sind gewesen! Ich wei&szlig; nicht, wie viele Jahre mich diese beiden Worte motiviert haben, weiter gegen meine homosexuellen Gef&uuml;hle anzuk&auml;mpfen. Sind gewesen &ndash; vollendete Vergangenheit. Alle anderen Verse zum Thema Homosexualit&auml;t in der Bibel haben mich kalt gelassen. Ich hatte schon als Abiturient und Nichtchrist entschieden, dass ich meine Homosexualit&auml;t in meinem kleinen &Ouml;rtchen niemals ausleben wollte. Es gab also keinen Grund, sich als junger Christ von den Bibelstellen verurteilen zu lassen &ndash; wof&uuml;r und warum denn? Ich hatte es mir ja nicht ausgesucht, dass M&auml;nner mich sexuell erregten und nicht Frauen. Ich h&auml;tte es mir auch nicht ausgesucht, wenn ich die Wahl gehabt h&auml;tte... jedenfalls nicht in dem Jahr als ich mit 19 Christ wurde. Sind gewesen &ndash; Worte, die Ver&auml;nderung signalisieren! Leider hat bei mir &ndash; und wie ich nach und nach begriff bei kaum einem &ndash; trotz 1000facher Versuche keine Ver&auml;nderung gegeben. Heute glaube ich zu wissen, woran es liegt. Paulus spricht von einer Verhaltens&auml;nderung und denkt gar nicht an Gef&uuml;hle oder sexuelle Orientierung. Er stellt fest: Es gibt heterosexuelle M&auml;nner, die aus Vergn&uuml;gen oder aus religi&ouml;sen Gr&uuml;nden Sex mit M&auml;nnern haben. Und die entscheiden sich nun daf&uuml;r, es sein zu lassen. Hier lag mein gro&szlig;es Missverst&auml;ndnis: bei mir ging es nicht darum, etwas nicht mehr zu tun, sondern nicht mehr etwas zu sein. </p> <p>Erst als ich das begriff, h&ouml;rte ich auf, gegen mich selbst zu k&auml;mpfen &ndash; und seit dem bin ich. Frei, gl&uuml;cklich, schwul und Christ. </p>

© 2007 Tobias

(Dies ist die Druckversion von: http://www.zwischenraum.net/2007-06-12.htm)