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Zeugnis für Zwischenraum1988 haben wir Courage kennen gelernt. Wir waren Mitglieder einer großen charismatischen Gemeinde.Ein Tag, nach einem Wort der Erkentnis, hatte Brian erklärt zu einem Leiter, daß er Schwul war, daß ich wußte es schon, und daß wir glaubten daß Gott hat uns trotzdem zusammen gebracht. Er wollte aber auch zugeben, daß er ein großes Problem mit Pornographie hatte. Er wollte davon frei sein. Wir hatten 1979 geheiratet und waren beide bereit im Zölibat zu leben — eine Gesellschaftsehe haben — eine Ehe für Enthaltsamkeit! Ich glaube es lohnt sich nicht hier die verschiedenen Gründe für diese Entscheidung, zu geben. Zwei Leiter von der Gemeinde, haben mit Brian gebetet und für Jahre haben wir für eine Änderung gebetet. Es gab Exorzismus, Gebet für Befreiung und auch die Versicherung daß er FREI war, daß er GEHEILT war, daß er heterosexuell war! Erstaunlich sahen wir keine Heilung, keine Veränderung. 1988 waren wir fast kaput. Dann hat ein neuer Leiter in unserer Gemeinde, von Jeremy Marks und der Organization Courage, gesprochen. Jeremy hatte mit Love in Action mit Frank Worthen in den USA studiert. In England hat er Courage gegründet mit Live-in und Steps Out Programmen. Das Live-in Program war für ein Jahr. Ein junger Mann wohnte in einer Wohngemeinschaft und folgte einem Program von Love in Action, um sein Leben zu ändern — sein homosexuelles Leben hinter sich zu lassen, und ein neues Leben als Heterosexueller anzufangen. Die Männer machten wirkliche Opfer dort zu sein — oft haben sie Arbeit und Geld abgegeben um ein Haus für Courage zu kaufen. Für das Steps Out Program, der Brian gemacht hat, haben eine kleine Gruppe sich zweimal im Monat getroffen zum Lobpreis, Gebet und Unterstützung für einander, wo sie ihr persönliches Leben und persönliche Probleme teilten. Sie folgten auch einem Program wie Love in Action. Alles im Glauben, daß Gott ihn ändern würde und ihm helfen würde, Hetero zu werden. Für uns persönlich, nach dieser schweren Zeit, waren wir trotzdem bereit zusammen zu bleiben mit der Erkentnis, daß Gott hat uns zusammen gebracht hat. Es war eine persönliche Überzeugung und wir werden es nie anderen empfehlen. Wir suchten keine Heilung für Brian mehr. Ohne die Wege Gottes zu verstehen, wolten wir zusammen bleiben. Noch schwerere Erfahrungen folgten. Ich entdeckte, daß Brian ein Doppelleben hatte. Sein Problem war nicht mit Beziehungen, sondern mit Pornographie wo er Briefe im Geheimen geschrieben hat und Pornobilder erhalten und verschickt hatte. Er war süchtig wie ein Alkoholiker. Einige Bilde waren von ganz jungen Männer und wurden von der Polizei gefunden. In London hat die Polizei eine Wohnung durchsucht. Dort lebte ein Pädophiler, der Briefe und Bilder mit Brian gewechselt hatte. 1996,wurde Brian verhaftet und hat übernacht seine Arbeit und unser Haus verloren. Weil er Direktor eines Kinderheim war dachte man, natürlich, daß er Kinder mißbraucht hatte. Es gab eine lange Untersuchung und endlich waren sie überzeugt, daß Brian nichts getan hat außer der Korrespondenz. Er bekam 6 Monate im Gefängnis. Von unserer Kirche und von Jeremy und Courage haben wir viele Unterstützung, Liebe und Hilfe bekommen. Durch diese Hilfe hatten wir die Kraft noch zusammen zu bleiben. Ich muß auch sagen, daß Brian in den letzten Jahren viel Mühe investiert hat, frei von der Sucht zu werden. Durch seine Beziehung mit Gott und durch den Schock vom Gefängnis und durch die Hilfe von christlichen Freunden, hat er seit 9 Jahren, nichts mehr mit Pornographie zu tun. Ungefähr zehn Jahre nach der Anfang von Courage, sahen Jeremy und sein Team, keine gute Resultate. Niemand wurde verändert. Einige waren bereit zu heiraten (Jeremy unter anderen). Aber, statt Veränderung war Enttäuschung, Nervenzusammenbruch, gebrochene Ehen und Hoffnungslosigkeit. Wo war Gott? Warum keine Resultate nach so viel Gebet, so vielen Opfern, so viel Courage (Mut) und Glauben? Langsam kam "eine Wende" in der Courage Organization. Jeremy hat schon auf der Website eine gute Erklärung geschrieben warum er überzeugt war, daß wir, die evangelischen Christen einen falschen Weg genommen hatten, daß er im Unrecht war, daß wir eine falsche Idee hatten. Er wollte Gott folgen und durch persönliches Gebet und Bibelstudium und andere Einflüße hat er eine anderes Verständnis. Er wurde auch beeinflußt von moderner Genforschung, aber durch anderen christliche Organizationen die Homosexualität acceptieren (zum Beispiel Dr Ralph Blair von Evangelicals Concerned im USA) hatte Jeremy den Mut öffentlich von seiner Überzeugung zu sprechen und zu schreiben. Er war überzeugt, daß Gott homosexuelle Partnerschaften acceptiert. Courage hat finanzielle Unterstützung von evangelische Organizationen und Individuellen verloren. Vor 2 Jahre war Courage gezwungen von der Evangelical Alliance zurückzutreten. Brian und ich waren natürlich am Anfang ganz erstaunt und während 2-3 Jahre waren wir beunruhigt über dieses Thema. Sollten wir Courage verlassen? Wir haben langsam persönliche Untersuchungen gemacht, viele Bücher gelesen, Artikel vom Internet gesehen, Fernsehprogramme gesehen...usw. Wir haben in den regelmäßigen Versamlungen mit Courage immer Gottes Gegenwart erfahren. Für mich war es eine Begegnung - ein Treffen - mit Gott, die mich selbst überzeugt hat, daß ich christliche homosexuelle Paare acceptieren sollte. 2001 oder 2, sah ich in der Lobpreiszeit in Courage, ein Bild im Kopf. Das Bild war der Haupteingang vom Konzentrationslager Buchenwald - "Arbeit macht frei", das ich in 1992 besucht habe. Dann folgte ein Dialog mit dem Herrn. Ich fragte Gott warum ich so klar dieses Bild sehen konnte. Ich erinnerte mich wie ich mit Brian 1992 dort einen Besuch gemacht habe. Ich machte einen zweiten Besuch mit Freunden zwei Jahre später. Im Kopf bin ich wieder durch das Lager gelaufen und errinerte mich, daß die Schilder, die Informationen, waren nur auf Deutsch. Nichts wurde auf Englisch oder Französich übersetzt. Wir haben alle bemerkt, daß die Schilder noch als Propoganda geschrieben waren. Buchenwald liegt in ehemalige Ostdeutschland. Zum Beispiel: Die mutige Kommunisten haben gegen die Nazis gekämpft. Die imperialistische Leute aus Westdeutschland haben die Türen für Nazismus geöffnet. Nur die Kommunisten haben Widerstand gemacht...usw. Warum Gott, sehe ich wieder diese Schilder? Die Schilder zeigen ein Teil von der Wahrheit. Sie sind nicht eine Erklärung der ganzen Realität, wie es wirklich im Krieg war. Ich verstand, daß die Schilder wie die Bibelverse sind, die oft gegen Schwule zitiert werden. Die Verse im Römerbrief und im Zweiten Mose sind nicht eine Erklärung der Realität des Lebens eines christlichen same-sex Paares. Später habe ich Jeremy und Freunden von Courage, über diese Erfahrung erzählt. Eine Woche später bekam ich plötzlich einen Telefonanruf aus Deutschland von einem der deutschen Freunde, der mit uns die Exkursion nach Buchenwald machte. Er ist Asylant gewesen und war jetzt deutscher Bürger. Wir hatten seit über 6 Jahren Kontakt verloren. Er hat versprochen einen Brief zu schreiben wo er erzählen würde was mit ihm passiert ist. Der Brief kam. Er glaubte, daß nach diesem Brief, wir keine Beziehung mehr mit ihm haben würden. Er erklärte, daß er schwul war!! Daß er einen Partner hatte, daß er Schwierigkeiten hatten wenn er unter Christen war und konnte keine Gemeinde finden wo es ihm bequem war! Natürlich haben wir ihm geschrieben mit unserer Geschichte. Er kam letztes Jahr nach England für ein Courage Treffen an einem Wochenende und kommt diesen September zurück für unser Retreat—Treffen. Seit zwei Jahren bin ich Rentnerin. Ich war Lehrerin. Ich dachte, daß Gott mich benutzen wollte unter anderen Frauen, die mit einem schwulen Mann verheiratet sind. Es gibt viele in Verbindung mit Courage. Ich habe angefangen persönliche Freundschaften aufzubauen und Brenda, die Frau von Jeremy, hält Treffen für uns alle jede zwei Monate, wo wir miteinander beten, mitteilen und uns gegenseitig unterstützen. Wir lernen jetzt zu lesen und zu hören mit einem offenen Herzen. Wir sehen, daß es eine andere Theologie gibt, eine andere Methode die verschiedene Bibelversen zu interpretieren. Courage hat ähnliche Ziele wie Zwischenraum. Jeremy schreibt, daß wir zusammen unsere Jüngerschaft — oder unser christlicher Lauf - ausleben wollen, entsprechend der Doktrin der Bibel. Wir wollen auch Dialog mit der Kirche haben, wo man Homosexualität nicht verstehen und nicht acceptieren kann. Wir wollen eine positive Aktzeptierung für Schwule in der Kirche sehen. In London haben wir Versammlungen (Discipleship Meetings - Jüngerschaftstreffen) zweimal im Monat. Ein oder zweimal pro Jahr haben wir Treffen wie diese. Es gibt auch Treffen für verheiratete Männer. Jeremy hat nicht genug Geld ein Team zu bezahlen. Er arbeitet allein aber mit freiwilliger Hilfe. Schwule kommen heimlich ins Büro — Männer, die Leiter in der Kirche sind, Priester, professionelle Männer die Angst haben "outed" zu sein. Er bekommt Briefe und E-Mails von vielen jede Woche. Wir haben auch Verbindungen mit neuen Organizationen, wie Inclusive Church, Accepting Evangelicals und Changing Attitude. Wir sind alle auf einer Reise ohne Landkarte. Going on a journey without a map. Wichtig überall ist unser Beziehung mit dem Herrn Jesus. Er ruft uns, allein und Zölibat, oder in einem Paar, oder auch Verheiratet mit einem heterosexuellen Partner.....Er gibt uns die Kraft und die Liebe zu leben. Er zeigt uns, wenn wir unser Leben verändern müßen. Die Hauptsache für uns ist Jesus Christus zu folgen, kennenzulernen und zu lieben. Für Jesus Christus leben, ob wir allein sind oder ob wir in einem Paar sind. Jesus lieben und Gottes Liebe für uns erfahren. Wenn wir Jesus suchen, hören wir seine Stimme sagen "Ich liebe Dich, ich liebe Dich, ich liebe Dich." © 30.7.05 S.L.
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