Graphic Novels und Comics



Wie fühlt es sich an, zu entdecken, lesbisch oder schwul zu sein?

In der Graphic Novel Blau ist eine warme Farbe von Julie Maroh kann man dem nachspüren: „Das Leben von Clementine kippt an dem Tag, als sie Emma trifft, eine junge Frau mit blauen Haaren.“ Blau ist eine warme Farbe ist „eine einfühlsame Erzählung voller Zärtlichkeit.“ Es ist „die ebenso sanfte wie tragische und mit autobiografischen Elementen versehene Coming-out-Geschichte über zwei jugendlichen Frauen, die miteinander eine Liebesbeziehung eingehen und deswegen den homophoben Attacken ihrer Umwelt ausgesetzt sind.“

Fun home: 
Eine Familie von Gezeichneten

von Alison Bechdel. In der Geschichte setzt sich die lesbische Ich-Erzählerin mit ihrer Entdeckung auseinander, dass auch ihr Vater – der Suizid begangen hat – homosexuell empfunden hat.

Hermanns Hauskreis 

Lustig-fromme Comics von Thees Carstens gibt es in den Bänden Hermanns Hauskreis und die Beichte im Fahrstuhl und Hermanns Hauskreis und die Hüter des Gesetzes. Lachen ist garantiert!

Bücher


In Adrian Plass’ Erzählung Der Besuch, in dem Jesus um das Jahr 2000 eine englische Gemeinde besucht, gibt es eine kleine, sehr bewegende Episode dazu: Philip, ungefähr zwanzig, homosexuell empfindend, aus einer anderen Gemeinde, „braucht lange, um zur Sache zu kommen. Er habe mich gesehen, sagte er, wie ich während der letzten Monate mit unserem Gründer unterwegs gewesen sei, und den Eindruck gewonnen, ich stünde ihm nahe.“ So der Ich-Erzähler, der die Verantwortung für die Organisation des ungewöhnlichen Besuchs hat. Denn: Philip will Jesus unbedingt treffen – und er trifft sich mit ihm. 

In den Taschenbüchern von Andreas Steinhöfel In der Mitte der Welt, David Levithan Will & Will und Ted van Lieshouts Bruder entdecken Jugendliche auf unterschiedliche Weise ihre Homosexualität und nehmen den Leser mit auf den Weg durch ihr eigenes ComingOut.

Echt schwul echt Christ

Hier handelt es sich um ein eindrückliches Tagebuch einer Reise, wo der Autor das Versagen der Programme der Veränderung oder der Unterdrückung der persönlichen sexuellen Identität anprangert, die solche Programme verursachen können. In den 1990er Jahren diente Jeremy im Vorstand eines Zusammenschlusses von Ex-Gay-Organisationen. Jeremy wurde jedoch immer besorgter, als er herausfand, dass die erwarteten guten Früchte der ersehnten Veränderungen längerfristig nicht eintrafen.

Das Buch kann bei Roland Weber, webermail@gmx.ch, für CHF/EUR 20.-- inklusive Porto und Verpackung bezogen werden. Der Erlös kommt dem Autor zu Gute.

Endlich angekommen

Über 40 Jahre habe ich versucht, meine Homosexualität zu verändern. Die meiste Zeit meines Lebens verbrachte ich in freikirchlichen Gemeinden, in denen gelehrt wird, dass Homosexualität Sünde sei und man mit Gottes Hilfe diese Sünde überwinden kann. Für mich war diese Lehre verbindlich und ich habe mich entsprechend bemüht, das "Problem" Homosexualität zu lösen. Ich war verheiratet, obwohl ich homosexuell empfand. Gemeinsam mit meiner damaligen Frau suchte ich bei verschiedenen Seelsorgern Hilfe. Nach 28 Jahren kam ich an einen Punkt, an dem ich spürte: entweder du reißt jetzt das Steuer deines Lebens herum oder du wirst psychisch krank.

84 Seiten, Chromo-Umschlag, ISBN 978-3-86682-147-7 WDL-Verlag Hamburg, 10 EUR

3. Auflage im Dortmund Verlag

Homosexuell sein, eine homosexuelle Partnerschaft leben und Christ sein, Jesus Christus lieben und Ihm nachfolgen wollen – lässt sich das vereinbaren? „Streitfall Liebe“ ist mein Buch, in dem ich mich ausführlich mit der oben beschriebenen Fragestellung auseinander gesetzt habe. Viele Jahre habe ich auf diese Frage mit einem klaren „Nein“ reagiert. So lautet schließlich auch die gängige Meinung unter vielen „frommen“ Christen, die ihren Glauben und das Wort Gottes ernst nehmen wollen. Wenn ich dagegen heute mit einem entschiedenen „Ja“ darauf antworten kann, liegt das gerade auch an meiner intensiven Auseinandersetzung mit dem, was die Bibel dazu sagt – und was sie nicht sagt. Betroffene, die sich in diesem Konflikt quälen, Interessierte und Skeptiker, die sich mit dieser Frage beschäftigen – sie alle möchte ich ermutigen, die Bibel deshalb nicht weniger oder kritischer zu lesen, sondern vielmehr ausführlicher in sie hineinzuhören, mit offenem Herzen und mit der Bereitschaft, auch das ganze thematische Umfeld mit einzubeziehen.

Zur Webseite von Valeria Hinck