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Schlaflos in Bremen oder Wie schade, wenn das Christival zum Hystival wird

Die Wogen schlugen hoch in den letzten Wochen1. Ausgehend von der öffentlichen Kritik des Grünen-Abgeordneten Volker Beck an einem geplanten Seminar ("Homosexualität verstehen") auf dem Jugendkongress Christival2 entwickelte sich eine wahre Medienschlacht - und mehr als das, denn durch eine "Kleine Anfrage"3 der Partei der Grünen beschäftigte sich schließlich sogar der Bundestag mit diesem Thema, gefolgt von "Gegenpetitionen" und Rundmails von hüben wie drüben an zahlreiche Abgeordnete oder kirchliche Amtsträger. Wortwahl und Tonfall fielen mal zurückhaltender und mal vehementer aus – doch bezichtigen sich letztlich beide Seiten gegenseitig der Intoleranz gegenüber Minderheiten, der Unsachlichkeit und dessen, einen Feldzug gegen die jeweils anderen zu führen.

Bedauerlich für unser Empfinden, denn die Ebene einer sachlich-konstruktiven Auseinandersetzung ist (wenn überhaupt je vorhanden) bei vielen längst dahinten geblieben und zurück bleibt voraussichtlich nur eine Verschärfung des Feindbildes, das man bereits voneinander hatte, und ein eher erschwerter Dialog zwischen homosexuellen Christen und evangelikalen Gemeinschaften.

Darf man sich als Politiker in religiöse Veranstaltungen und ihre Themen einmischen? Gibt es andererseits eine Art "religiöse Narrenfreiheit", die durch das Grundgesetz garantiert wird? Wir bedauern beides: die übliche Darstellung berechtigter homosexueller Interessen als Terror schwuler Lobbygruppen wie auch den Misskredit, in den eine Veranstaltung nun geraten ist, die wir im wesentlichen als segensreich und lohnenswert ansehen – und die wir z.T. selbst als Teilnehmer zu besuchen planen.

Freilich – so ganz unschuldig trifft die Kritik Volker Becks die Veranstalter nicht. Nein – es steht einem Politiker nicht an, eine christliche Veranstaltung wegen ihrer Glaubensinhalte zu kritisieren. Selbst wenn im Programm die Ablehnung homosexueller Partnerschaften auf Grund des eigenen Bibelverständnisses (wohlgemerkt: des Verständnisses, nicht der Bibel) thematisiert worden wäre, könnte man darüber streiten, ob es Sache der Politik sein darf, sich da hineinzumischen.

Aber nun wird erstens diese Veranstaltung ja auch von politischer Seite unterstützt, ideell durch die Schirmherrschaft der Familienministerin und finanziell mit einem Zuschuss von 250.000 €. Und Thema des beanstandeten Seminars des "Deutschen Instituts für Jugend und Gesellschaft"4 der Offensive Junger Christen5 war nicht ein Glaubensinhalt, sondern eine Darstellung von Homosexualität mit wissenschaftlich-therapeutischem Anspruch. Es sind die Organisationen wie OJC oder Wüstenstrom6 selbst, die - heraus aus einem bisherigen gewissen Nischendasein mit dem Anbieten spezieller seelsorgerlicher Seminare im eigenen Rahmen - nun an die Öffentlichkeit drängen: auf einen psychologisch-psychiatrischen Großkongress7, auf eine christliche Großveranstaltung. Sie wollen wahrgenommen werden, dann müssen sie die kritische Wahrnehmung natürlich auch aushalten.

Dass es in der Regel zunächst einmal Homosexuelle selbst sind, die diese Kritik ins Rollen bringen, liegt in der Natur der Sache. Würden in einem anderen Land Christen benachteiligt und beleidigt, hätte man die erste Klage darüber auch von Christen erwartet - und nicht von Moslems oder Atheisten. Dass die Kritik nicht ganz unberechtigt und mehr als nur "nervöse" Propaganda8 ist, haben wohl die Politiker, Wissenschaftler oder kirchlichen Amtsinhaber empfunden, die sich dieser kritischen Haltung angeschlossen haben9.

Homosexualität ist nach wissenschaftlicher Sachlage keine Krankheit oder Ausdruck eines pathologischen Kompensationsmechanismus'. Nach Einschätzung einer Gesellschaft, die ein eigenes Rechtsinstitut für homosexuelle Partnerschaften geschaffen hat, sind Homosexuelle zu glücklicher und reifer Beziehung fähig. Ihre Rechte auf Gleichwertigkeit ihrer Person werden durch das Grundgesetz geschützt. Es ist nicht ganz redlich, sich darauf zu berufen, dass die "Minderheit innerhalb der Minderheit"10 der Homosexuellen, die an ihrer Homosexualität leide und deshalb Veränderung suche, ein Recht auf Hilfe habe. Denn das hat sie selbstverständlich - und das ist auch gut so. Aber hier wird ein Begriff benutzt, um damit der erhobenen Kritik vorzuwerfen, ihrerseits Diskriminierung einer Minderheit zu betreiben. "Minderheitenschutz" ist ein medienwirksames Gutwort, das OJC und ihre Verteidiger hier nicht ganz zu Recht beanspruchen. Dann hätte man bereits das Seminar nicht "Homosexualität verstehen" betiteln dürfen, denn dies signalisiert ziemlich klar, dass man hier Grundsätzliches zu Homosexualität verlauten lassen will.

Und dies ist auch der unmissverständliche Duktus sämtlicher Veröffentlichungen und Stellungnahmen der OJC oder auch Wüstenstroms. Dort beruft man sich für seine pathologisierende Darstellung der Homosexualität auf wissenschaftliche Studien und auf namhafte Wissenschaftler wie den Sexualpsychologen Gunter Schmidt oder den Psychoanalytiker Stavros Mentzos, deren Aussagen allgemein nachlesbar seien. Das sind sie auch – nur leider tut das offensichtlich kaum jemand, der den Ausführungen dieser Organisationen unbesehen vertraut und dann den Kritikern fehlende wissenschaftliche Kenntnis attestiert. Sonst müsste er feststellen, wie selektiv, eigenwillig und tendenziös hier mit wissenschaftlichem Datenmaterial umgegangen wird oder Wissenschaftler in einer Weise zitiert werden, die ihre grundsätzlichen Aussagen und Argumentationen zum Thema geradezu auf den Kopf stellt.

Nach den Erfahrungen der Menschen, die von solchen Organisationen zu Zwischenraum kommen, erfuhren sie dort keine Gehirnwäsche, wurden in Beratungsgesprächen nicht unter Druck gesetzt und auch nicht zu Selbstmordkandidaten gemacht. Manches empfanden sie sogar als hilfreich für andere Belange. Allerdings änderten sich homosexuelle Gefühle bei ihnen trotz aller Anstrengungen nicht und auf Nachfragen können sie sich auch unter den anderen Teilnehmern, mit denen sie oft Jahre Kontakt pflegen, an kaum jemand erinnern, der dies dauerhaft11 erlebt hätte. Die stets zitierten wissenschaftlichen Studienergebnisse, denen die Motiviertesten der Motivierten zugrunde liegen, sind da auch keineswegs so ermutigend, wie gerne behauptet wird12.

Problem ist vor allem, dass homosexuelle Partnerschaft in Veröffentlichungen der OJC nie eine adäquate und gleichwertige Lebensform sein darf. Homosexuelles Empfinden wird dort stets als psychologische Fehlanpassung und unreife Lebensbewältigung dargestellt. Die einzige als vollwertig vermittelte Alternative heißt Zölibat oder Heterosexualität entwickeln.

Auf dieser Grundlage aber wird in christlichen Gemeinden auf die Mehrheit der Christen, die homosexuell empfinden, teils sehr subtil, teils kategorisch das Joch gelegt, sich verändern lassen zu müssen oder in ihrer Beziehung zu Gott Schaden zu erleiden. Auf die Vertretung einer Minderheit zieht sich OJC immer nur dann zurück, wenn sie unter Kritik gerät. Eine Aussage wie: "Die Mehrheit der Homosexuellen sind vom Grundsatz her normale und glücksfähige Menschen, die in ihren Beziehungen ermutigt und bestätigt werden sollten, und wir kümmern uns lediglich um die leidende Minderheit, die hierin eine fehlgeleitete und vergebliche Konfliktbewältigung anstrebt" – diese Aussage wird man dagegen dort vergeblich suchen. Solange dies aber so bleibt, ist die Reklamation des Minderheitenschutzes nicht wahrhaftig.

Beruft man sich nun auf die "Minderheit" (der unglücklichen Homosexuellen), wie hätten wir uns dann auf einem Christival über die "Mehrheitsthemen" gefreut: Wie kann Gemeinde konstruktiv, und integrativ mit ihren homosexuell lebenden Geschwistern umgehen? Wie lebe ich als Christ eine gelungene, verantwortliche homosexuelle Beziehung? Wie lese ich die Bibel zu diesem Thema "von ihrer Mitte her"?

Sicher waren die Kritiker Volker Becks not amused über seinen Vorschlag, doch auch von Zwischenraum einen Referenten für ein entsprechendes Seminar auf das Christival einzuladen!13 Schließt man diese Sicht jedoch kategorisch aus und erklärt man sie für unvereinbar mit der eigenen Position, sollte man nicht verkünden, es gäbe keine Ausgrenzung und Pathologisierung von Homosexuellen, sondern es gehe einzig um den Schutz einer speziellen Minderheit.

Ein Gegenbeispiel: zweifellos gibt es Menschen, die Glaubensinhalte pathologisch in ihre seelischen Prozesse internalisiert haben, die durch ihre religiöse Sozialisation traumatisiert und neurotisiert sind bis hin zum religiös-wahnhaften Erleben. Solche Menschen stellen eine absolute Minderheit in der Minderheit "frommer" Christen dar. Zweifellos bedürfen solche Menschen aber der Hilfe. Die Hilfe kann freilich nicht darin bestehen, christlichen Glauben und seine Inhalte grundsätzlich zu pathologisieren. Sie kann ebenso wenig darin bestehen, als Hilfsorganisation in seinen Veröffentlichungen nichts anderes am Christsein erkennen zu wollen als seine angeblich krankmachende, gefährliche Potenz. Mit Recht verwahren sich Christen gegen solche selbsternannten "Gotteswahn"heiler. Mit Recht wäre man empört, wenn diese – mit öffentlichen Geldern unterstützt und unter Berufung auf Minderheitenrechte – Seminare mit dem Titel "Christsein verstehen" anbieten würden.

OJC hat sein Seminar sehr rasch zurückgezogen, es gab emotionale und heftige Argumente dazu. Volker Becks Büro wurde mit kritischen oder empörten Anfragen geflutet - und diese wiederum von dort mit einer teilweise ungeheuren Geduld und Ausführlichkeit beantwortet, wie sich auf www.abgeordnetenwatch.de nachlesen lässt. Bis dahin hatte der bislang relativ einmalige Vorstoß eines Politikers zu einer christlichen Großveranstaltung zwar provoziert, aber durchaus sinnvolle und notwendige Diskussion erneut angestoßen. Auch hat Volker Beck seinen grundsätzlichen Respekt für christliche Glaubensinhalte bekundet. Und eine nicht ganz unberechtigte Mahnung an die Christen gerichtet, sich auf zentrale Inhalte des Christentums zu fokussieren statt auf Themen wie Homosexualität14. (Tatsächlich: würde man eine Stichwortauszählung betreiben, müsste man zu dem Schluss kommen, Homosexualität stelle einen der zentralsten Glaubensinhalte überhaupt dar, so oft wird dieser Themenkomplex zur Sprache gebracht – dies ist zumindest idea-Leseerfahrung.).

Ebenfalls nicht ganz zu Unrecht wiesen die Verteidiger des Christival darauf hin, dass das Thema Homosexualität nur in einem einzigen von über 200 Kleinveranstaltungen mit klassischen christlichen Schwerpunkten behandelt werden sollte. Natürlich könnte man sich fragen, ob ein so sensibles, intimes seelsorgerliches Thema überhaupt auf einer Großveranstaltung glücklich platziert ist, deren Schwerpunkt eigentlich das missionarische Anliegen sein sollte. Und das zum andern verspricht, ein Feierprogramm rund um die Uhr zu bieten ("geschlafen wird später"15) und somit wenig Ruhe, um sich auf ein solches Thema einzulassen. Aber gut – auch sexuelle Identität ist selbstverständlich eine Frage, die junge Leute bewegt – nur hätte man sich eben eine ausgewogenere Darstellung gewünscht.

Doch bat dann die Kleine Anfrage den Bundestag um kritische Überprüfung nicht nur der klassischen "Ex-Gay-Organisationen", sondern dehnte dies auch auf missionarische oder soziale christliche Werke aus, die deren Theorien befürwortet oder bereits deren Referenten eingeladen hatten16. Zusätzlich gerieten, insbesondere durch Pro familia17, aber auch durch Grüne Abgeordnete18, noch andere Seminare ins Kreuzfeuer. Im Vordergrund stand nun eines der Lebensrechtsbewegung "Birke" mit dem nicht ganz glücklichen Titel "Sex ist Gottes Idee – Abtreibung auch?" Nun – Christival richtet sich vor allem an junge Leute. Da muss man nicht in jeder Formulierung professorale Differenziertheit erwarten - auch wenn ein Titel, der den von dieser Frage betroffenen jungen Frauen eher den Eindruck von verständnisvoller Annahme vermittelt hätte, der Tätigkeit einer "Birke" besser zu Gesicht gestanden hätte.

Zur Debatte geriet allerdings die Aussage, eine Frau, die nach einer Vergewaltigung eine Abtreibung vornehmen lasse, leide unter dieser "Hilfsmaßnahme" womöglich später mehr als unter der Vergewaltigung selbst. Dies mag missverständlich formuliert sein, aber daraus eine Verharmlosung von Vergewaltigung abzuleiten und dem Veranstalter öffentlich vorzuwerfen, erscheint nun doch etwas problematisch und entspricht auch nicht dem vermutlich zugrunde liegenden öffentlichen Statement der "Birke"19. (Es wäre schließlich auch nicht adäquat, einen Arzt der Verharmlosung von Krebs zu bezichtigen, der einem Patienten gegenüber äußert, die Nebenwirkungen einer Chemotherapie könnten seine Lebensqualität schwerer beeinträchtigen als der Krebs, zu deren Behandlung sie verabreicht wird.)

Dass viele Christen daraufhin den Eindruck bekamen, langsam gehe es nun doch um eine grundsätzliche Verunglimpfung und Behinderung des Christival, kann man schon verstehen. Dass sie die fortgesetzte Kritik aus ihrer Sicht als ein "Nachlegen"20 empfanden und gereizt reagierten, braucht nicht allzu sehr zu wundern. Freilich offenbart die hochgekochte Emotionalität mancher Formulierungen die tiefsitzenden, aber wohl eher über das Ziel hinausschießenden Ängste - die letztlich beide Parteien voreinander hegen.

Weder sollte man die europäische evangelikale Bewegung auf dem Weg zu einer religious right US-amerikanischen Stils verstehen - noch bedeutet eine Kritik an moralischen Einstellungen gleich Abschaffung der Religionsfreiheit und das Mundtotmachen des Glaubens und christlicher Verkündigung. Weder muss man missverstehbare Einzelaussagen auf einer christlichen Glaubensveranstaltung (wie zum Thema Vergewaltigung) gleich mit der Brille des Generalverdachts anschauen - noch muss jeder "aufstehen, wenn er Christ ist", sobald die Art und Weise kritisiert wird, wie manche Christen mit einzelnen ethischen Fragestellungen umgehen, weil als Nächstes die Unterdrückung der christlichen Erlösungsbotschaft drohe21. Weder sollte man konservative Christen in die Nähe von gefährlichen Fundamentalisten islamistischer Couleur bringen - noch Volker Beck zum Christenverfolger stilisieren.

Ein guter Schritt war es, Volker Beck und Ulrich Parzany zu einem "idea-Streitgespräch"22 an einen Tisch zu bitten (auch wenn wahrscheinlich beide Seiten die Dialogfähigkeit der jeweils anderen bezweifelt haben dürften).

Vielleicht sollte man sich von Seiten einer Partei und von Organisationen, die zum christlichen Glauben in der Regel eine distanzierte Position beziehen23, doch zumindest das Mindestmaß an Vertrauensvorschuss wünschen, dass sie gegenüber nichtchristlichen Religionen oft in relativ großer Toleranzbereitschaft demonstrieren. Auch die evangelikale Bewegung in unserem Land ist in ihrer Glaubenspraxis der einzigartigen christlichen Botschaft einer suchenden Liebe, die alle Menschen, inklusive der Feinde, umspannt, verpflichtet. Sie steht nicht in einer Linie mit fundamentalistischen Gotteskriegern, wie es vor allem von Medienseite herüberkam24.

Vielleicht könnten andererseits Grüne Abgeordnete zu "Steinen, die schreien" (Luk 19,40) werden, auch wenn Schreie nicht so wohltönend sind wie Hochrufe? Vielleicht sollten Christen die bittere Pille einer Kritik von außen auch als Chance begreifen, eigene Positionen zu hinterfragen? Denn auch wenn man an die Unfehlbarkeit göttlicher Maßstäbe glaubt, muss sich diese Unfehlbarkeit ja nicht auf das eigene Verständnis dieser Maßstäbe erstrecken. Und ein "Glauben ..., dass Gott ein all-liebender und barmherziger Gott ist, der niemanden für etwas bestraft, wozu er ihn gemacht hat"25, wäre vielleicht nicht so schlecht als kleinster gemeinsamer Nenner.

Darum wünschen wir zum einen dem Christival, dass dort Segen Gottes empfangen und weitergegeben werden kann. Wir wünschen uns aber auch, dass homosexuelle Christen dort eines Tages nicht nur stille Teilnehmer bleiben, sondern ein Ohr der Dialogbereitschaft finden und einmal als vollwertige Geschwister willkommen geheißen werden.

Ob die Kontroverse um das Christival hierzu einen weiteren Stein ins Rollen brachte oder eher bisher Erreichtes unter einer Lawine begrub, können wir wohl nur dem überlassen, nach dem sich diese Veranstaltung benennt: Christus.

Fußnoten

1 Einen recht guten Überblick findet man bei http://de.wikipedia.org/wiki/Christival#_note-34

2 30.4.-4.5.2008 in Bremen, s.a. http://www.christival.de/

3 "Kleine Anfrage" an den Bundestag vom 24.1.2008; http://dip.bundestag.de/btd/16/079/1607917.pdf

4 http://www.dijg.de

5 http://www.ojc.de

6 http://www.wuestenstrom.de

7 auf dem Kongress für Psychiatrie und Psychotherapie zum Thema "Religiosität in Psychiatrie und Psychotherapie" im Oktober 2007 in Graz sollte ursprünglich zwei von Wüstenstrom angemeldete Seminare stattfinden, die auf Grund des Protestes dann zurückgezogen wurden

8 Rundmail, u.a. an Zwischenraum von Dennis Riehle (http://www.dennis-riehle.de) mit der Bitte um Unterstützung einer "Petition an den Deutschen Bundestag" vom 17.2.2008

9 „Christen bei den Grünen“ teilen Beck-Kritik am Christival; http://www.idea.de/index.php?id=355&tx_ttnews%5Btt_news%5D=61528&tx_ttnews%5BbackPid%5D=18&cHash=260e6687ea und: Christival-Seminar: Diskussion nimmt kein Ende; http://neun.scm-digital.net/show.sxp/9650_christival-seminar__diskussion_nimmt_kein_ende.html sowie mehrere an die Autorin gerichtete private emails führender Referenten des Kongresses für Psychiatrie und Psychotherapie in Graz, S. 7

10 Anfrage an Volker Beck von Helmut Resch, 9.1.2008; http://www.abgeordnetenwatch.de/volker_beck-650-5916--f90159.html#frage90159

11 viele Homosexuelle erleben bei "Befreiungs-" oder Therapieversuchen zunächst eine motivierte Phase mit dem Gefühl von Erfolg, werden dann auch gern als Beispiele angeführt oder übernehmen sogar führende Positionen in Ex-Gay-Organisationen. Darauf, dass über die Jahre oft wieder eine Rückkehr zur Homosexualität erfolgt, weist auch die amerikanische Studie "Changing Sexual Orientation: A Consumer's Report" von Shidlo/Schroder hin (Professional Psychology: Research and Practice 2002, Vol. 33, No. 3, 249-259). So haben z.B. auch zwei der "Vorzeige-Ex-Homosexuellen", die in den letzten Jahren von ihrer "Befreiung" in den Jesus.de-Foren Zeugnis ablegten, dies inzwischen widerrufen.

12 S. Spitzerstudie, Amsterdam-Studie, etc. - was steht dort wirklich (nicht)?; und Wie allwissend ist Wissenschaft im Namen des Allmächtigen ? unter http://www.zwischenraum.net/wirklich_spitzer.htm

13 Antwort von Volker Beck an Markus Baum, 9.1.2008; http://www.abgeordnetenwatch.de/volker_beck-650-5916--f90159.html#frage90159

14 Pauschale Diffamierung; http://www.guh-cms.de:8001/guw/blickpunkt/friendly_print/07-2008.html und Eine religiös begründete Politik; http://www.volkerbeck.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=1121&Itemid=130

15 http://www.christival.de/channel.php?channel=112

16 z.B: Campus für Christus, Adventswohlfahrtswerk; http://dip.bundestag.de/btd/16/079/1607917.pdf

17 Abtreibung schlimmer als Vergewaltigung; http://www.taz.de/nc/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=ra&dig=2008%2F01%2F30%2Fa0041&src=GI&cHash=c180b628dd und Umstrittene Seminare beim Christival; http://www.radiobremen.de/magazin/gesellschaft/religion/christival/

18 Fragestunde des Deutschen Bundestages, 141. Sitzung; Berlin, Mittwoch, den 13. Februar 2008; Plenarprotokoll 16/141, (Komplex "Christival" / "Homosexuellenheilung"); http://www.volkerbeck.de/cms/files/fragestunde13022008.pdf

19 Man kann aus politischer Befürwortung des Schwangerschaftsabbruchs der Tätigkeit der Birke kritisch gegenüber stehen. Man mag das Anliegen der Birke teilen, aber Unbehagen über den nicht immer sensiblen Stil ihres öffentlichen Auftretens empfinden. Aber Verharmlosung von Vergewaltigung beinhaltet folgende Aussage nicht: "Diese Frage beantworten glaubwürdig nur jene Frauen, die diesem Verbrechen ausgesetzt waren: Nach ca.30 Jahren Schwangerschaftskonfliktberatung bleibt klar festzuhalten: Nahmen Frauen anschließend eine Abtreibung vor, fügten sie dem ersten lebenslangen Trauma ein zweites lebenslanges Trauma hinzu; jene Frauen, die Beistand erhalten und ihr Kind austragen (also die konstruktive Krisenbewältigung wählten),leiden nachweislich deutlich weniger unter der Vergewaltigung - und sie sind weit davon entfernt, ihr Kind (etwa) zu hassen." ( http://www.birke-ev.de/faq.html# )

20 Christival wieder in der Kritik, http://www.brunner24.com/christival-wieder-in-der-kritik und: Grüne legen in ihrer Kritik an Christival nach http://www.idea.de/index.php?id=355&tx_ttnews%5Btt_news%5D=61325&tx_ttnews%5BbackPid%5D=18&cHash=74ac0744d4

21 Ulrich Parzany: Steht auf, wenn ihr Christen seid, Titelthema von und in idea-spektrum 7/2008, S. 17

22 Lesenswert! Ausführliche Online-Fassung unter http://www.volkerbeck.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=1131&Itemid=1

23 Volker Beck selbst bekennt sich zum christlichen Glauben, s. 22 und: Homosexualität-Gottes Gabe oder Folge der Sünde?; http://www.idea.de/index.php?id=355&tx_ttnews%5Btt_news%5D=62103&tx_ttnews%5BbackPid%5D=18&cHash=cbabc0dd62)

24 »Stuttgarter Zeitung«: Christival und christliche Fundamentalisten; http://eins.scm-digital.net/show.sxp/1635__stuttgarter_zeitung___christival_und_christliche_fu.html und Abstruse Theorie gegen Homosexualität; http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/abstruse-theorie-gegen-homosexualitaet/?src=SE&cHash=31a557d994

25 Volker Beck in 22

© 2008 Valeria Hinck

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